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ISRC - EAN - GTIN - LC

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ISRC - EAN - GTIN - LC

Infos zu den wichtigsten Codes

Als Musiker will man sich eigentlich kreativ austoben und nicht auch noch mit komplizierten Themen wie Barcodes oder ISRC-Codes beschäftigen.

Wenn es aber darum geht seine Musik über alle Vertriebskanäle (Einzelhandel, Online-Handel, Digitalvertrieb..) unter die Leute zu bringen, sollte man sich zumindest mal über den Zweck und Nutzen des ein oder anderen Code informieren und entscheiden, ob dieser nötig ist oder eben nicht.

 

Generell ist erstmal wichtig zu wissen, dass man selber entscheiden kann, ob man für seine eigene Musik einen Code verwenden möchte oder nicht.

Es gibt allerdings Ausnahmen, wo ein bestimmter Code zwingende Voraussetzung ist:

Physischer Vertrieb (z.B. Einzelhandel oder Online-Marktplätze):

Der physische Tonträgerhandel setzt zwingend einen eindeutigen Strichcode auf der Produktverpackung voraus. (GTIN-/EAN-Code)

Digitaler Vertrieb (z.B. iTunes, amazon, Spotify...):

Beim digitalen Vertrieb muss jeder Track einen eindeutigen ISRC-Code erhalten und das Gesamtwerk (Album) einen GTIN-/EAN-Code.

Da die meisten Codes mit nicht unerheblichen Kosten verbunden sind und teilweise auch eine jährliche Gebühr bezahlt werden muss, ist es für viele Musiker die am Anfang stehen, meist nicht sinnvoll, diese im Alleingang zu erwerben.

Wir haben zu den einzelnen Codes die wichtigsten Eckdaten zusammengefasst, um Nutzen und Kosten abwägen zu können.

Der wichtigste Tipp schonmal vorweg:

Wer vorhat seine Musik auch digital zu vertreiben (itunes, amazon etc.), sollte sich vor der Herstellung seiner physischen CD bereits nach einem 

Digitalvertrieb umsehen, denn jeder Digitalvertrieb (bzw. sog. Online-Aggregator) vergibt automatisch und kostenlos(!) für alle vertriebenen Titel und Alben die benötigten ISRC-Codes und GTIN/EAN, falls man selber keine besitzt.

Zum Thema Digitalvertrieb haben wir weitere Infos auf der nächsten Seite zusammengefasst: Digitaler Vertrieb

Sie haben Fragen zu einem bestimmten Code?

Gerne beantworten wir Ihre Fragen persönlich:

ISRC-Codes
ISRC-Code

Eindeutige digitale Kennung (12-stelliger Code) für jedes einzelne Musikstück (oder Version)

Jedes Musikstück oder Interpretation davon erhält einen eindeutigen ISRC-Code, der beim Erstellen des Pre-Masters in den Subcode der CD eingetragen wird. (z.B. vom Tonstudio) und so beim Abspielen ausgelesen werden kann. Beim Digitalvertrieb wird ebenfalls jedem Titel derselbe Code zugeordnet.

Wichtig ist, dass ein Werk lebenslang auch immer nur ein und denselben Code haben darf. (egal ob physisch auf CD oder Digital)

Wer eigene ISRC-Codes nutzen möchte, kann diese z.b. für Deutschland beim Bundesverband Musikindustrie e.V. (BVMI) beantragen. Die einmalige Gebühr beträgt EUR 250,00 ohne Folgekosten.

Das Antragsformular und ein Infoblatt dazu finden Sie weiter unten zum Download.

Ein "kostenloser" Weg, um ISRC-Codes zu erhalten wäre über einen Digitalvertrieb bzw. Online-Aggregator, der diese automatisch zur Verfügung stellt. Diese können und müssen dann auch für die CD-Herstellung verwendet werden. (mehr dazu unter Digitaler Vertrieb)

GTIN EAN-Code
GTIN (ehemals EAN-Code)

Eindeutige Kennung (13-stelliger Code) für Produkte (physisch & digital)

Die "Globale Trade Item Number" (GTIN) ist vielen bekannt unter der alten Bezeichnung EAN-Code. Der Code wird in der Regel als visuell scanbarer Strichcode auf die Produkt-verpackung aufgedruckt. Der Strichcode ist für den physischen Handel im Ladengeschäft oder Online-Handel Voraussetzung, damit das Produkt eindeutig katalogisiert und mit Preisen ausgezeichnet werden kann. 

Für den digitalen Vertrieb ist der numerische Code ebenfalls Pflicht, damit jeder Release eindeutig zugeordnet werden kann.

Die Beantragung eigener GTINs ist relativ teuer, da das kleinste Paket mit 1.000 Codes einmalig EUR 230,00 (+MwSt.) kostet und eine Jahresgebühr von EUR 150,00 (+MwSt.).

Die einzig offizielle Vergabestelle hierfür ist die GS1 Germany GmbH. 

Diesen Code erhält man in der Regel aber auch kostenlos vom Vertriebspartner (Label) oder Online-Aggregator und kann diesen auch für die CD-Herstellung nutzen. 

LC Labelcode
LC (Labelcode)

Kennzeichnung für Tonträgerhersteller zur Abrechnung bei öffentlicher Wiedergabe

Der sog. Labelcode (LC) ist ein 5-stelliger Code, der ​von der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) vergeben wird. Der Labelcode wurde in den 70er Jahren eingeführt, um die Vergütung von Sendegenehmigungen (Radio) zu vereinfachen. Bis Ende 2016 hatte dieser Code seine Darseinsberechtiung, um den Radiostationen die Rechte zum Spielen der Titel zu vereinfachen.

Seit 2018 soll die Verwendung der eindeutigeren ISRC-Codes den Labelcode ablösen, so dass eine trackgenaue Abrechnung einfacher möglich wird.

Den (kostenlosen) Labelcode vergibt die GVL an Firmen mit Gewerbenachweis wie z.B. Labels und Tonträgerhersteller, die bereits mind. eine physische Produkton vorweisen können und eine Pflichtbemusterung an das deutsche Musikarchiv sicherstellen.

Der Labelcode ist aufgrund der Einführung der ISRC-Abrechnung aber bald überholt.

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