Digitaler Vertrieb

In der fortschreitenden Digitalisierung lässt sich die eigene Musik über die Grenzen hinaus am Einfachsten digital vertreiben. Wer möchte seine Album nicht auch auf iTunes, amazonmusic, Spotify und co. präsentieren?

Mittlerweile ist es nahezu unmöglich sich selber direkten Zugang zu diesen Online-Stores zu verschaffen, geschweige denn den zeitlichen Aufwand zu betreiben jeden einzelnen Store zu bedienen und zu verwalten.

Daher bieten mittlerweile hauptsächlich sog. "Online-Aggregatoren" Ihre Dienste an, die Musik für kleinere Labels und Bands auf den wichtigsten Stores zu platzieren.

Diese Dienstleistung ist natürlich nicht kostenlos und die Bezahlmodelle unterscheiden sich je nach Anbieter doch erheblich.

Die meisten berechnen eine Aufnahmegebühr mit laufenden Folgekosten und/oder behalten sich eine prozentuelle Provision aller Verkäufe.

Nach aktueller Recherche können wir guten Gewissens den Musikvertrieb über z.b. www.spinnup.de empfehlen, da man hier nur eine relativ kleine Jahresgebühr im Abomodell leisten muss (abhängig von der Anzahl der Titel) und keine weiteren Kosten hat.

Die wichtigste Eigenschaft ist allerdings, dass alle Einnahmen aus Verkäufen und Streams zu 100% ausbezahlt werden, also ohne jegliche Abzüge oder Provisionen. 

Natürlich gibt es eine Vielzahl seriöser Anbieter wie z.B. recordjet, finetunes, igroovenext, believe usw. die jeweils ein etwas anderes Bezahlmodell anbieten. Jedoch ist es bei vielen Anbietern mittlerweile so, dass hier auch nicht mehr "jeder" aufgenommen wird und man sich teilweise bewerben muss.

Welche Vorteile ein Digitalvertrieb auch für eine CD-Produktion mit sich bringt und auf was man achten sollte, haben wir hier kurz zusammengefasst.

Sie haben Fragen zum digitalen Vertrieb?

Gerne beantworten wir Ihre Fragen persönlich:

EAN/GTIN & ISRC-Codes

Eindeutige Kennung der einzelnen Titel und des Albums, EP oder Single.

Wer seine Musik über einen Digitalvertrieb oder Online-Aggregator vertreiben lässt, erhält dort für jeden einzelnen Titel kostenlos einen ISRC-Code und das ganze Album oder EP erhält einen GTIN/EAN-Code, die Vor- aussetzung für den digitalen Vertrieb sind.​

Diese Codes müsste man ansonsten selber "teuer" bei den offiziellen Stellen erwerben.

Diese Codes kann man nun auch für die physische Datenträger-Produktion verwenden, d.h. die ISRC-Codes werden auf das Pre-Master eingetragen und der GTIN / EAN-Code wird als Strichcode aussen auf

die Produkthülle aufgedruckt.

Weitere Infos zu den Codes finden Sie hier.

KOSTEN & EINNAHMEN

Die Kosten der jeweiligen Anbieter sollte man im Vorfeld gründlich vergleichen.

Bei vielen Musikvertrieben erhält man nicht 100% der Verkaufserlöse, sondern oft nur

90% oder weniger. 

Wenn dann zusätzlich auch noch eine Gebühr für die einzelnen Tracks oder eine Jahresgebühr fällig wird, können die Kosten für kleine Bands oft die Einnahmen übersteigen.

Daher sollte man gut abwägen welche Kombination oder Preismodell am besten für einen Selbst geeignet ist.

Bei hoher Verkaufserwartung sollte man auf 100% Auszahlung Wert legen, bei geringen Umsätzen ist oft eine kleinere Jahresgebühr mit Provisionsabzügen von Vorteil.

RECHTE & EXKLUSIVITÄT

Lesen Sie auch das Kleingedruckte im Bezug auf Laufzeit und Exklusivität des Vertrags.

Ein Vertriebsdeal sollte nicht mit langen Laufzeiten ​verbunden sein, sondern idealerweise jederzeit kündbar sein.

Wichtig ist auch, dass man als Künstler oder Label selber Inhabe aller Rechte bleibt und diese nicht abtritt.

Ein "nicht-exklusiver" Vertriebsvertrag ist in jedem Fall erstrebenswert, damit man im Falle von Unzufriedenheit oder Vertriebswechsel keine rechtlichen Konsequenzen befürchten muss und jederzeit seine Vertriebswege und Online-Stores wechseln kann.

So kann man z.B. für bestimmmte Künstler unterschiedliche Vertriebswege gehen.

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